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Wenn in der Schwangerschaft die Grippesaison beginnt, eine Spritze mit inaktiviertem Grippeimpfstoff bekommen; das ist in jeder Phase der Schwangerschaft möglich, Nasenspray dagegen nicht verwenden

  • Hoher Nutzen
  • Evidenz A
  • Lebenszeit
  • Umstritten
  • Für: Schwanger oder Kinderwunsch
  • Kostet wenig
  • Ein paar Minuten
  • Ohne Willenskraft

Kurz gesagt

Schwangere, die an Grippe erkranken, müssen häufiger ins Krankenhaus als Nichtschwangere. Wer während der Schwangerschaft eine Grippeimpfung bekommt, muss selbst wegen Grippe etwa 40 % seltener ins Krankenhaus. Bei Kindern in den ersten 6 Monaten nach der Geburt wird eine Grippe etwa halb so oft bestätigt, und Krankenhausaufnahmen wegen Grippe sinken um etwa 70 %. Es gab keine Anzeichen dafür, dass die Impfung Fehlgeburten, Totgeburten oder Fehlbildungen häufiger macht.

Kosten

Selbst zu zahlen, eine Spritze kostet einige zig bis über hundert Yuan. Ein Weg zur Impfsprechstunde im Gemeinschaftszentrum genügt. Schwierig ist, das Präparat zu wählen, dessen Packungsbeilage Schwangere nicht als Kontraindikation nennt.

Was es bringt

Das Positionspapier der Weltgesundheitsorganisation (WHO) von 2022 fasste die vorliegenden Studien zusammen. Schwangere, die an Grippe erkranken, haben ein etwa 7-fach höheres Risiko, ins Krankenhaus zu müssen, als Nichtschwangere (OR 6,8, 95% CI 6 bis 7,7, Konfidenzintervall, 可信范围). In einem Versuch in Bangladesch wurden 340 Schwangere zufällig in zwei Gruppen eingeteilt. Eine Gruppe erhielt den inaktivierten Grippeimpfstoff, die andere als Kontrolle eine Pneumokokken-Impfung; beobachtet wurde bis 24 Wochen nach der Geburt des Kindes. Bei den Kindern der Gruppe mit Grippeimpfstoff wurde 6-mal eine Grippe bestätigt, in der Kontrollgruppe 16-mal; die Wirksamkeit des Impfstoffs lag bei 63 % (95% CI 5 bis 85). Die Mutter hatte mit Fieber und Atemwegserkrankungen 36 % seltener (95% CI 4 bis 57). In zwei Studien aus Südafrika mit Placebo, bei denen weder Ärzte noch Schwangere wussten, welche Spritze verabreicht wurde, sank bei Schwangeren ohne HIV-Infektion die bestätigte Grippe von 3,6 % auf 1,8 %, Wirksamkeit 50,4 % (95% CI 14,5 bis 71,2). Bei ihren Kindern sank sie von 3,6 % auf 1,9 %, Wirksamkeit 48,8 % (95% CI 11,6 bis 70,4). Zusammengerechnet über 4 Versuche und 3 Beobachtungsstudien ergibt sich, dass Kinder in den ersten 6 Monaten um etwa 48 % seltener eine bestätigte Grippe bekommen (95% CI 33 bis 59). 4 Beobachtungsstudien zu Krankenhausaufnahmen der Kinder wegen bestätigter Grippe ergaben etwa 72 % weniger (95% CI 39 bis 87). Eine andere Übersicht, die nur zwei Versuche zusammenfasste, ergab 34 % weniger bestätigte Grippe (95% CI 15 bis 50). Bei grippeähnlichen Erkrankungen der Kinder gab es jedoch keinen Unterschied; damit sind Erkrankungen gemeint, die nicht labortechnisch untersucht wurden, sondern nur nach den Symptomen wie Grippe aussehen. Die Krankenhausaufenthalte der Mütter wegen Grippe wurden anhand von Krankenakten aus vier Ländern von 2010 bis 2016 untersucht. Bei bestätigter Grippe mit Krankenhausaufenthalt lag der Rückgang bei Geimpften bei etwa 40 % (95% CI 12 bis 59). Zur Sicherheit fasste eine Übersicht 40 Studien zusammen. Bei Geimpften lag der aOR für Totgeburten bei 0,84 (0,65 bis 1,08) und für angeborene Fehlbildungen bei 1,03 (0,99 bis 1,07); beide Unterschiede liegen innerhalb der Fehlergrenzen. Frühgeburt 0,87 (0,78 bis 0,96), etwa 13 % weniger. In den USA wurden die Grippesaisons 2012 bis 2015 untersucht. Wer in den 28 Tagen vor einer Fehlgeburt geimpft worden war, hatte aOR 0,9 (0,6 bis 1,5), kein Zusammenhang. Die Richtlinie des Chinesischen Zentrums für Krankheitsprävention und -kontrolle (中国疾控中心) für 2026 bis 2027 nennt Schwangere als Priorität für die Impfung. Sie schreibt, dass eine Impfung in jeder Phase der Schwangerschaft den Säugling unter 6 Monaten schützt, und in der späten Schwangerschaft ist die Wirkung besser. Lebend-attenuierte Impfstoffe sind für Schwangere verboten.

Hinweise

Umstritten. In den USA fand eine Studie aus dem Jahr 2017, dass Menschen, die in den 28 Tagen vor einer Fehlgeburt eine Grippeimpfung erhalten hatten, häufiger eine Fehlgeburt hatten (aOR 2,0, 1,1 bis 3,6). Der Anstieg zeigte sich nur bei Menschen, die auch in der Saison davor eine H1N1-haltige Impfung bekommen hatten. Die Autoren selbst sagen, das beweise keine Ursache. Dieselben Personen wurden in den folgenden drei Grippesaisons untersucht; dort zeigte sich der Zusammenhang nicht mehr, deshalb sagen die Länder weiterhin, dass man in jeder Phase der Schwangerschaft impfen kann. In China steht bei manchen Grippeimpfstoffen in der Packungsbeilage, dass Schwangere kontraindiziert sind. Die Richtlinie rät, den Impfstoff zu wählen, dessen Packungsbeilage Schwangere nicht als Kontraindikation nennt, und dem Impfarzt vor der Impfung mitzuteilen, dass man schwanger ist. Nur die inaktivierte Spritze geben lassen. Das Nasenspray enthält einen attenuierten Lebendimpfstoff, der in China nur für 3- bis 17-Jährige zugelassen ist; für Schwangere ist er verboten. Am besten lässt man sich vor Beginn der regionalen Grippesaison impfen, meist im September oder Oktober. Wer es verpasst hat, kann sich während der gesamten Saison noch impfen lassen. Kinder unter 6 Monaten dürfen nicht gegen Grippe geimpft werden; deshalb ist diese Spritze in der Schwangerschaft der wichtigste Schutz für die ersten Monate nach der Geburt. Auch Mitbewohner und Menschen, die das Kind betreuen, gehören zu den Prioritätsgruppen; zur Grippeimpfung als Erwachsener siehe §1.20 (Grippeimpfung). Beim Nutzen sind keine Sterblichkeitszahlen angegeben; die Einstufung richtet sich nach bestätigter Grippe und Krankenhausaufenthalten, die Begründung steht im Prüfbericht. Der Vorteil betrifft Sie selbst und Ihr Kind.

Evidenzgrad
A : Konkrete Zahlen aus Metaanalysen, großen Kohorten oder randomisierten Studien; bei Recht und Politik der Gesetzes- oder Originaltext.
Quellen
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  2. Zaman K, Roy E, Arifeen SE, et al. (2008). Effectiveness of maternal influenza immunization in mothers and infants. New England Journal of Medicine, 359(15), 1555-1564. https://doi.org/10.1056/NEJMoa0708630
  3. Madhi SA, Cutland CL, Kuwanda L, et al. (2014). Influenza vaccination of pregnant women and protection of their infants. New England Journal of Medicine, 371(10), 918-931. https://doi.org/10.1056/NEJMoa1401480
  4. Nunes MC, Madhi SA (2018). Influenza vaccination during pregnancy for prevention of influenza confirmed illness in the infants: A systematic review and meta-analysis. Human Vaccines & Immunotherapeutics, 14(3), 758-766. https://doi.org/10.1080/21645515.2017.1345385
  5. Jarvis JR, Dorey RB, Warricker FDM, Alwan NA, Jones CE (2020). The effectiveness of influenza vaccination in pregnancy in relation to child health outcomes: Systematic review and meta-analysis. Vaccine, 38(7), 1601-1613. https://doi.org/10.1016/j.vaccine.2019.12.056
  6. Thompson MG, Kwong JC, Regan AK, et al. (2019). Influenza Vaccine Effectiveness in Preventing Influenza-associated Hospitalizations During Pregnancy: A Multi-country Retrospective Test Negative Design Study, 2010-2016. Clinical Infectious Diseases, 68(9), 1444-1453. https://doi.org/10.1093/cid/ciy737
  7. Giles ML, Krishnaswamy S, Macartney K, Cheng A (2019). The safety of inactivated influenza vaccines in pregnancy for birth outcomes: a systematic review. Human Vaccines & Immunotherapeutics, 15(3), 687-699. https://doi.org/10.1080/21645515.2018.1540807
  8. Donahue JG, Kieke BA, King JP, et al. (2019). Inactivated influenza vaccine and spontaneous abortion in the Vaccine Safety Datalink in 2012-13, 2013-14, and 2014-15. Vaccine, 37(44), 6673-6681. https://doi.org/10.1016/j.vaccine.2019.09.035
  9. Donahue JG, Kieke BA, King JP, et al. (2017). Association of spontaneous abortion with receipt of inactivated influenza vaccine containing H1N1pdm09 in 2010-11 and 2011-12. Vaccine, 35(40), 5314-5322. https://doi.org/10.1016/j.vaccine.2017.06.069 (the opposing study mentioned in the note)
  10. Chinese Center for Disease Control and Prevention (2026). Technical guidelines for influenza vaccination in China (2026-2027) [in Chinese]. https://www.chinacdc.cn/jkyj/mygh02/jswj2026/202609/t20260902_1839739.html

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  1. 2026-10-14 Ins Buch aufgenommen

Aus dem chinesischen Original übersetzt. Originalbuch, Abschnitt 27, Tipp 18. Dieser Abschnitt behandelt Gesundheit und Medikamente. Das sind allgemeine Informationen, kein Ersatz für ärztliche Diagnose oder Verschreibung. Inhalte können veraltet sein, und Regeln unterscheiden sich je nach Ort. Wenn Sie tatsächlich zu einer Behörde, zum Arzt oder vor Gericht gehen, gilt, was Behörde, Ärztin oder Anwalt sagen. Haftungsausschluss