Wildpilze nicht sammeln, nicht kaufen und nicht essen; «Hausmittel zum Erkennen» gelten nicht
- Hoher Nutzen
- Evidenz A
- Lebenszeit
- Kostenlos
- Ein paar Minuten
- Etwas Willenskraft
Kurz gesagt
Allein im Jahr 2025 untersuchte das chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle (中国疾控中心) 828 Pilzvergiftungen mit 2.165 Betroffenen und 13 Toten. Im selben Jahr wurden 34 Pilzarten erstmals als giftig erfasst. Der Silbernadel-Test, die Annahme, ein von Insekten angefressener Pilz sei ungiftig, und die Regel, giftige Pilze seien bunt, stimmen alle nicht.
- Kosten
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Kostet nichts. Schwierig ist, auf eine saisonale Wildspeise zu verzichten.
- Was es bringt
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Das chinesische Zentrum für Krankheitskontrolle (中国疾控中心) untersuchte 828 Pilzvergiftungen mit 2.165 Betroffenen und 13 Todesfällen im Jahr 2025. Die Todesrate unter den Vergifteten lag bei 0,6 %; das heißt, 0,6 % der Vergifteten starben. In den Jahren 2019 bis 2024 gab es jährlich 276 bis 676 Fälle, mit einer Todesrate zwischen 0,87 % und 2,86 %. Allein 2025 wurden 138 giftige Pilzarten identifiziert, davon 34, die in China zum ersten Mal als Ursache von Vergiftungen erfasst wurden. Das Zentrum widerlegt die Volksweisheiten einzeln: Dass bunte Pilze giftig sind, ist falsch, denn ob ein Pilz giftig ist, hat mit der Farbe nichts zu tun. Dass von Insekten angefressene oder mit Maden besetzte Pilze ungiftig sind, ist falsch; auch viele hochgiftige Pilze werden im Reifestadium von Insekten gefressen. Dass Pilze giftig sind, wenn sie beim Kochen mit Silber oder Knoblauch die Farbe wechseln, ist falsch: Pilzgifte enthalten keinen Schwefel, das Schwarzwerden der Silbernadel beruht aber auf Schwefel. Auch Hochtemperatur-Frittieren zum Entgiften ist nicht verlässlich. Das Zentrum kommt zu dem Schluss: «Derzeit gibt es keine einfache, schnelle und wirksame Methode, um zu erkennen, ob ein Pilz giftig ist.» Die Pekinger Marktaufsichtsbehörde rät 2026: Bei Unwohlsein nach dem Verzehr «sofort einen Arzt aufsuchen und nicht selbst behandeln», die restlichen Pilze und Speisereste aufbewahren, damit Ärzte das Gift erkennen können.
- Hinweise
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Wer glaubt, einen falschen Pilz gegessen zu haben, sollte sofort ins Krankenhaus und nicht zu Hause selbst behandeln. Nehmen Sie die restlichen Pilze, Speisereste oder ein Foto mit. Es gibt mehrere Arten von Pilzvergiftungen, und die richtige Behandlung hängt davon ab, welcher Pilz es war. Jedes Jahr werden neue Arten als giftig erfasst, deshalb stimmt die Annahme nicht, Einheimische würden die giftigen Pilze schon erkennen. Der Silbernadel-Test, das Kochen mit Knoblauch, die Annahme, von Insekten angefressene Pilze seien ungiftig, und die Regel, nur bunte Pilze seien giftig, stimmen alle nicht. Zu lange eingeweichte Judasohren und Silberohren sowie zu lange gelagerte Reisnudeln sind eine andere Giftquelle, siehe §1.48 (eingeweichte Judasohren).
- Evidenzgrad
- A : Konkrete Zahlen aus Metaanalysen, großen Kohorten oder randomisierten Studien; bei Recht und Politik der Gesetzes- oder Originaltext.
- Quellen
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- Mushroom Poisoning Outbreaks — China, 2025. China CDC Weekly (2026): "In 2025, China CDC investigated 828 mushroom poisoning incidents across 27 provincial-level administrative divisions (PLADs), affecting 2,165 individuals and causing 13 deaths - a case fatality rate of 0.6%, the lowest of the past six years. In total, 138 poisonous mushroom species were identified, including 34 newly recorded in poisoning incidents in China." "From 2019 to 2024, the annual number of incidents ranged from 276 to 676, and the case fatality rate ranged from 0.87% to 2.86%." https://doi.org/10.46234/ccdcw2026.120
- Same journal, annual report for 2024. https://doi.org/10.46234/ccdcw2025.106
- Yin Yu and Li Haijiao, Institute of Occupational Health, Chinese Center for Disease Control and Prevention (2019). Preventing and controlling mushroom poisoning is a long road ahead [in Chinese]: "Method 4: mushrooms eaten by insects or with maggots are non-toxic. Wrong!" "Method 6: mushrooms that change color when cooked with silverware, scallions, garlic or rice are poisonous. Wrong!" "Therefore, there is currently no simple, quick and effective method to identify whether a mushroom is poisonous." https://www.chinacdc.cn/jkkp/zyjk/zdzs/201908/t20190802_301109.html
- Beijing Center for Disease Control and Prevention (2023). Stay away from poisonous mushrooms, don't become a "mushroom hero" [in Chinese]: "Folk methods for identifying poisonous mushrooms, such as judging by color and shape, growing environment, testing with silverware, secretions, or whether there are maggots or insects, are all unreliable." https://www.bjcdc.org/cdcmodule/jkfw/yyyspjk/jkyf/swzdyf/2023/35518.shtml
- Beijing Municipal Administration for Market Regulation (2026). Risk alert on preventing poisoning from eating wild mushrooms [in Chinese]: "Please see a doctor immediately and do not treat it yourself, so as not to delay treatment. Properly keep remaining wild mushrooms, food residues and other samples." https://scjgj.beijing.gov.cn/zwxx/scjgdt/202606/t20260625_4715961.html
Änderungsverlauf
Änderungen an diesem Tipp im Originalbuch, neueste zuerst.
- 2026-10-14 Überarbeitet: Kurz gesagt, Was es bringt, Quellen, Hinweise
- 2026-09-28 Überarbeitet: Was es bringt
- 2026-09-21 Überarbeitet: Kosten, Kurz gesagt, Was es bringt, Hinweise
- 2026-09-20 Überarbeitet: Was es bringt
- 2026-09-07–08 Seit der frühesten Fassung im Buch
Erwähnt in
Aus dem chinesischen Original übersetzt. Originalbuch, Abschnitt 1, Tipp 5. Dieser Abschnitt behandelt Gesundheit und Medikamente. Das sind allgemeine Informationen, kein Ersatz für ärztliche Diagnose oder Verschreibung. Inhalte können veraltet sein, und Regeln unterscheiden sich je nach Ort. Wenn Sie tatsächlich zu einer Behörde, zum Arzt oder vor Gericht gehen, gilt, was Behörde, Ärztin oder Anwalt sagen. Haftungsausschluss