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Nicht zu schnell und nicht alkoholisiert fahren, das Handy nicht benutzen, bei Müdigkeit anhalten und ausruhen

  • Hoher Nutzen
  • Evidenz B
  • Lebenszeit
  • Kostenlos
  • Ein paar Minuten
  • Etwas Willenskraft

Kurz gesagt

Steigt die durchschnittliche Geschwindigkeit um 1 %, steigt die Wahrscheinlichkeit eines tödlichen Unfalls um etwa 4 %. Beim Alkohol gibt es keine Menge, die sicher ist. Wer das Handy in der Hand hat, hat beim Fahren ein 3,6-fach höheres Risiko, in einen Unfall zu geraten, als jemand, der sich ganz aufs Fahren konzentriert; beim Wählen ist es das 12,2-Fache. Wenn die Müdigkeit für andere sichtbar ist, liegt das Risiko beim 3,4-Fachen.

Kosten

Kostet nichts. Man fährt etwas langsamer und braucht pro Fahrt ein paar Minuten länger. Schwierig ist, bei Einladungen wenig zu trinken und eingehende Nachrichten nicht anzusehen. Bei langen Fahrten mindestens alle 4 Stunden eine Pause von 20 Minuten machen.

Was es bringt

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sagt: Steigt die durchschnittliche Geschwindigkeit um 1 %, steigt das Risiko eines Unfalls mit Todesfolge um 4 %. Das Risiko beim Fahren unter Alkohol steigt schon ab sehr niedriger Blutalkoholkonzentration. Die WHO sagt außerdem, dass Fahrer, die am Steuer das Handy benutzen, etwa 4-mal so viele Unfälle haben wie solche, die es nicht benutzen; die Freisprechanlage bringt dabei kaum mehr Sicherheit. Eine US-Studie stattete die Autos von mehr als 3.500 Fahrern mit Kameras aus und erfasste 905 Unfälle mit Verletzten oder Sachschaden. Verglichen wurde mit Fahrsequenzen, in denen der Fahrer wach, konzentriert und nicht alkoholisiert war. Die Handynutzung am Steuer ergab zusammengefasst ein 3,6-fach erhöhtes Risiko (OR 3,6). Beim Wählen waren es 12,2-fach, beim Tippen von Nachrichten 6,1-fach, beim Greifen zum Handy 4,8-fach. Surfen hatte 2,7-fach, Telefonieren mit der Hand am Ohr 2,2-fach. Waren auf der Aufnahme deutliche Anzeichen von Müdigkeit zu sehen, lag das Risiko beim 3,4-Fachen (OR 3,4).

Hinweise

Die Verhältniszahlen 1 % und 4 % für Geschwindigkeit und Todesfälle stammen aus Unfallmodellen, nicht aus randomisierten Studien. Beim Alkohol nennt die WHO nur die Richtung, keine Zahlen. Wie viel Alkohol wie stark das Risiko erhöht, wurde für diesen Abschnitt nicht anhand der Originalliteratur überprüft. Die Verhältniszahlen zu Handy und Müdigkeit beziehen sich auf Unfälle mit Verletzten oder Sachschaden, nicht auf Todesfälle. Die Vergleichsgruppe waren ausgewählte, besonders gute Fahrsituationen; deshalb fallen die Zahlen gegenüber dem normalen Fahren eher hoch aus. Die Vorschrift betrifft das Telefonieren mit dem Gerät in der Hand; die Strafe beträgt 20 bis 200 Yuan und 3 Punkte. Freisprechen ist nicht verboten, bringt laut WHO aber kaum Sicherheit. Wer länger als 4 Stunden ohne mindestens 20 Minuten Pause fährt, verstößt ebenfalls gegen die Vorschrift; mit einem Lkw gibt es 3 Punkte, mit einem mittelgroßen oder größeren Bus oder einem Gefahrguttransporter 9 Punkte. Wenn Sie müde werden, fahren Sie auf den Rastplatz und halten Sie kurz an. Auch manche Erkältungs- und Allergiemittel mit Chlorphenamin oder Diphenhydramin machen müde, siehe §34.12 (Chlorphenamin). Wer beim Fahren ständig müde ist und laut schnarcht, siehe §3.27 (Schlafapnoe).

Evidenzgrad
B : Durch Forschung gestützt, aber ohne genaue Zahl, oder nur kleine bzw. einzelne Studien.
Quellen
  1. WHO (2025). Road traffic injuries fact sheet: "Drivers using mobile phones are approximately 4 times more likely to be involved in a crash than drivers not using a mobile phone." "Hands-free phones are not much safer than hand-held phone sets." https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/road-traffic-injuries
  2. Dingus TA et al. (2016). Driver crash risk factors and prevalence evaluation using naturalistic driving data. PNAS 113(10):2636-2641. https://doi.org/10.1073/pnas.1513271113
  3. Road Traffic Safety Law of the People's Republic of China (amended 2021), Article 22, paragraph 2: "A driver whose fatigue affects safe driving may not drive a motor vehicle."
  4. Road Traffic Safety Law of the People's Republic of China, Article 90: "a warning or a fine of 20 to 200 yuan shall be imposed". https://flk.npc.gov.cn/detail?id=ff8081817ab231eb017abd617ef70519
  5. Implementing Regulations of the Road Traffic Safety Law (revised 2017), Article 62: a driver must not "(3) make or answer hand-held phone calls, watch television or engage in other conduct that hinders safe driving" or "(7) drive a motor vehicle continuously for more than 4 hours without stopping to rest, or rest for less than 20 minutes". https://flk.npc.gov.cn/detail?id=ff8080816f3cbb3c016f40f566c10e23
  6. Ministry of Public Security (2021). Measures for Points-Based Management of Road Traffic Violations (Order No. 163), Article 11: 3 points per violation for "(6) driving a motor vehicle with hand-held calls or other conduct that hinders safe driving" and "(14) driving a truck continuously for more than 4 hours without stopping to rest, or resting for less than 20 minutes"
  7. Article 9: 9 points per violation for "(7) continuously driving a medium-or-larger passenger vehicle or a dangerous-goods transport vehicle for more than 4 hours without stopping to rest, or resting for less than 20 minutes". http://www.gov.cn/gongbao/content/2022/content_5679697.htm

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Änderungsverlauf

Änderungen an diesem Tipp im Originalbuch, neueste zuerst.

  1. 2026-10-14 Überarbeitet: Titel, Kosten, Kurz gesagt, Was es bringt, Quellen, Hinweise
  2. 2026-09-21 Überarbeitet: Kosten, Kurz gesagt, Was es bringt, Hinweise
  3. 2026-09-20 Überarbeitet: Was es bringt, Hinweise
  4. 2026-09-07–08 Seit der frühesten Fassung im Buch

Aus dem chinesischen Original übersetzt. Originalbuch, Abschnitt 1, Tipp 9. Dieser Abschnitt behandelt Gesundheit und Medikamente. Das sind allgemeine Informationen, kein Ersatz für ärztliche Diagnose oder Verschreibung. Inhalte können veraltet sein, und Regeln unterscheiden sich je nach Ort. Wenn Sie tatsächlich zu einer Behörde, zum Arzt oder vor Gericht gehen, gilt, was Behörde, Ärztin oder Anwalt sagen. Haftungsausschluss