Ein bleibender Zahn (恒牙) ist ganz ausgeschlagen: Fassen Sie die Krone, spülen Sie ihn kurz ab und setzen Sie ihn wieder ein, wenn es geht; geht es nicht, legen Sie ihn in Milch und gehen Sie sofort zum Zahnarzt. Milchzähne nicht wieder einsetzen
- Hoher Nutzen
- Evidenz B
- Lebenszeit
- Kostenlos
- Ein paar Minuten
- Ohne Willenskraft
Im echten Notfall wählen Sie zuerst die 112.
Kurz gesagt
Fassen Sie den Zahn an der Krone, nicht an der Wurzel. Ist er verschmutzt, spülen Sie ihn vorsichtig mit Milch oder physiologischer Kochsalzlösung ab; setzen Sie ihn, wenn möglich, an seine Stelle zurück und beißen Sie auf ein sauberes Tuch. Geht das nicht, legen Sie ihn in Milch und gehen Sie sofort zum Zahnarzt; wickeln Sie ihn nicht trocken in Papiertaschentücher. Bei Zähnen, die sofort wieder eingesetzt wurden, verwuchsen später etwa zwei von zehn Wurzel und Knochen miteinander; bei Zähnen, die über eine Stunde trocken lagen, mehr als acht von zehn. Milchzähne nicht wieder einsetzen.
- Kosten
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Kostet nichts. Milch und physiologische Kochsalzlösung hat man zu Hause oder im Laden an der Ecke; die Kosten für den Zahnarzt kommen extra. Schwierig ist, sich zu trauen, den ausgeschlagenen Zahn selbst wieder in den Kiefer zu setzen, und im Moment zu unterscheiden, ob es ein Milchzahn oder ein bleibender Zahn ist.
- Was es bringt
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Die Seite des britischen National Health Service (NHS) zu Zahnverletzungen schreibt: Fassen Sie den Zahn an der Krone, also dem weißen Teil, der über das Zahnfleisch hinausragt; berühren Sie die Wurzel nicht. Ist der Zahn verschmutzt, spülen Sie ihn vorsichtig mit Milch, physiologischer Kochsalzlösung oder Speichel ab. Versuchen Sie, ihn in die ursprüngliche Vertiefung im Kiefer zurückzusetzen. Lässt er sich einsetzen, beißen Sie vorsichtig auf ein sauberes Tuch, um ihn zu fixieren, und suchen Sie möglichst bald den Zahnarzt auf. Lässt er sich nicht einsetzen, legen Sie ihn in Milch oder Speichel. Milchzähne sollten nicht wieder eingesetzt werden, sie könnten den darunterliegenden bleibenden Zahn verletzen, der gerade wächst. Ist der Zahn nach dem Sturz nicht zu finden, vereinbaren Sie trotzdem einen zahnärztlichen Notfalltermin. Die Schritte des Plakats «Retten Sie Ihren Zahn» der International Association of Dental Traumatology (国际牙外伤学会) sind dieselben: Den Zahn finden und an der Krone fassen; das Waschbecken mit dem Stöpsel verschließen und den Zahn kurz mit kaltem Leitungswasser abspülen. Dann eine von drei Möglichkeiten: wieder einsetzen, in ein Glas Milch oder physiologische Kochsalzlösung legen oder zwischen Wange und Zahnfleisch halten. Gehen Sie dann sofort zum Zahnarzt. Die Zahntrauma-Datenbank des Universitätskrankenhauses Kopenhagen (Dänemark) wählte 116 Personen aus, bei denen 145 bleibende Zähne ausgeschlagen und wieder eingesetzt worden waren, und beobachtete sie 7 Monate bis 23 Jahre. Untersucht wurde das Risiko, dass Wurzel und Kieferknochen zusammenwachsen (knöcherne Verwachsung); nach dem Zusammenwachsen wird die Wurzel allmählich abgebaut. Die Verwachsungsrate lag bei sofort eingesetzten Zähnen bei 17,2 %, bei Zähnen, die zuvor in Speichel oder Kochsalzlösung lagen, bei 55,3 %, bei trocken über 1 Stunde gelagerten bei 85,7 %. Dasselbe Krankenhaus hatte früher außerdem 400 Zähne verfolgt, die 2020 erneut ausgewertet wurden. Bei Zähnen von Kindern, deren Wurzel noch nicht vollständig gewachsen war, lag das Verwachsungsrisiko bei trockener Lagerung von weniger als 20 Minuten bei 33,9 %, bei mehr als 60 Minuten bei 60,0 %. Bei vollständig gewachsenen Wurzeln stieg der Wert von 59,4 % auf 86,4 %. Bei beiden Gruppen handelt es sich um Schätzungen nach 900 Tagen nach dem Wiedereinsetzen. Eine Studie an diesen 400 Zähnen aus dem Jahr 1995 fand außerdem: Wer länger als 20 Minuten im Leitungswasser lag, bekam meist eine Wurzelresorption. Während der Nachbeobachtung wurden 30 % dieser 400 Zähne am Ende gezogen.
- Hinweise
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Die Einstufung B liegt daran, dass die Zahlen aus einer Studie stammen, die in einem Krankenhaus nur beobachtet hat, ohne Vergleichsgruppen. Der Nutzen wird als «mittel» eingestuft, das ist eine Einschätzung: Gerettet wird der Zahn, nicht das Leben; der Endpunkt, den die Studie betrachtet, ist das Zusammenwachsen der Wurzel, nicht der sofortige Zahnverlust. Die Forscher weisen außerdem darauf hin, dass ein Teil der Zähne, die über eine Stunde trocken lagen, trotzdem nicht verwächst; deshalb sollte man sie auch später nicht wegwerfen, sondern trotzdem zum Zahnarzt bringen. Leitungswasser nur zum kurzen Abspülen verwenden; den Zahn nicht im Wasser liegend mitnehmen. Begünstigt sind vor allem die eigenen Kinder; für Erwachsene, die beim Hinfallen, beim Ballspiel oder beim Radfahren mit dem Mund anstoßen, gilt dasselbe. Der NHS sagt, dass ein nicht erhaltbarer Zahn zunächst durch eine herausnehmbare Prothese ersetzt werden kann; später kommen eine Brücke oder ein Implantat in Betracht. Wie man nach den Kosten für ein Implantat fragt, siehe §24.12 (vor einem Implantat nach einem Festpreis fragen).
- Evidenzgrad
- B : Durch Forschung gestützt, aber ohne genaue Zahl, oder nur kleine bzw. einzelne Studien.
- Quellen
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- NHS. Knocked-out tooth (reviewed 2025-02-06): "Hold the tooth by the white bit that sticks out of the gum (the crown) – do not touch the root" "If the tooth is dirty, rinse it gently in milk, saline or saliva" "Do not put a baby tooth back in as it could damage the tooth growing underneath" "If you cannot put the tooth back in, you can put it in either milk or saliva". https://www.nhs.uk/conditions/knocked-out-tooth/
- International Association of Dental Traumatology. Save your tooth (poster). https://iadt-dentaltrauma.org/guidelines-and-resources/save-a-tooth-poster/
- Gul A et al. (2024). Risk of ankylosis of avulsed teeth immediately replanted or stored under favorable storage conditions before replantation: A long-term clinical study. Dental Traumatology. https://doi.org/10.1111/edt.12898
- Lauridsen E et al. (2020). Risk of ankylosis of 400 avulsed and replanted human teeth in relation to length of dry storage: A re-evaluation of a long-term clinical study. Dental Traumatology. https://doi.org/10.1111/edt.12520
- Andreasen JO et al. (1995). Replantation of 400 avulsed permanent incisors. 1. Diagnosis of healing complications. Endodontics & Dental Traumatology. https://doi.org/10.1111/j.1600-9657.1995.tb00461.x
- Andreasen JO et al. (1995). Replantation of 400 avulsed permanent incisors. 4. Factors related to periodontal ligament healing. Endodontics & Dental Traumatology. https://doi.org/10.1111/j.1600-9657.1995.tb00464.x
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